Stefan Zierke
Unser Abgeordneter im Bundestag.

Sommertour Tag 11 - Militär

Drei Wochen Sommertour gehen mit dem elften Thementag Militär zu Ende. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke nutzte die parlamentarische Sommerpause des Deutschen Bundestages, um auf Unternehmen, Verbände und anderen Einrichtungen zuzugehen und mit verschiedenen Akteuren ins Gespräch zu kommen. 

Am letzten Tag der Sommertour folgte Stefan Zierke der Einladung seines sozialdemokratischen Fraktionskollegen Fritz Felgentreu und begleitete ihn und seine Delegation in die einzige Kaserne im Wahlkreis Uckermark-Barnim. Fritz Felgentreu ist Mitglied im Verteidigungsausschuss und informierte sich in der Prenzlauer Uckermarkkaserne im Gespräch mit Soldatinnen und Soldaten über das Fernmeldebataillon 610.

Zunächst gab der neue Kommandeur – Oberstleutnant Frank Reiser – einen Überblick über Einsatzgebiete, die Einbindung des Bataillons in das Multinationale Chor Nordost sowie über bevorstehende strukturelle Veränderungen am Kasernenstandort. Wichtige Hintergrundinformationen zum Alltag sowie aktuelle Herausforderungen für die Bundeswehr diskutierten mehrere Vertrauensleute gemeinsam mit den beiden Bundestagsabgeordneten. Abgerundet hat den Besuch im Kasernengelände die Vereidigung einer jungen Frau zur Zeitsoldatin. Stefan Zierke freute sich, dass die Prenzlauerin ihrer Heimatstadt erhalten bleibt und hob die Tradition der Kreisstadt als Garnisonsstandort hervor. 

Am Ende besuchte die Delegation noch den nahe gelegenen Standortübungsplatz Nordwestuckermark. In einer Übung wurde dort ein mobiler Gefechtsstand mit autarker Stromversorgung, moderner IT-Technik und vielem mehr installiert. Interessant war zu sehen, in welcher kurzen Zeit eine Kommandozentrale aufgebaut ist und mit wie vielen militärspezifischen Fachbegriffen kommuniziert wird.

Sommertour Tag 10 - Landwirtschaft

Tag 10 der Sommertour stand  mit dem Bauernverband Uckermark e.V. und der Interessengemeinschaft Uckermärkischer Imker ganz im Zeichen der Landwirtschaft.

Im Gespräch mit Manfred Mesecke wurde deutlich, welche Schwierigkeiten den Alltag der Landwirte beeinflussen. Erwähnenswert sind hier beispielsweise die Entschädigungsregelungen bei Landentzug oder die Monokulturen bei industriell ausgerichteten Landwirtschaften .

Um die Missachtung von Fruchtfolgen ging es auch in der Diskussion mit mehreren Imkern der Region. Sie äußerten außerdem Bedenken gegen das Freihandelsabkommen Kanada-EU (CETA), machten auf den verantwortungsvollen Umgang mit Gentechnik aufmerksam und nahmen hier jeweils die Bundespolitik in die Pflicht. Stefan Zierke pflichtete bei, dass sich weder Verbraucherschutz noch Tierschutz für Bundesbürger infolge der Freihandelsabkommen verschlechtern dürfe. 

Sommertour Tag 9 - Gesundheit

Der Stellenwert der Gesundheitsbranche in der Region ist unübersehbar, weshalb der Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke auch einen Tag seiner Sommertour zum Thema Gesundheit im Wahlkreis unterwegs war und verschiedene Einrichtungen in Schwedt/Oder besuchte. Angefangen vom AWO-Seniorenzentrum „Lea Grundig“ ging es weiter zum DRK-„Pflegeheim Kastanienallee“. Den Abschluss bildete das Asklepios-Klinikum.

Im Seniorenzentrum „Lea Grundig“ angekommen, schaute Stefan Zierke der Therapiegruppe „Kreatives Gestalten“ über die Schulter. Das Basteln von Herbstmotiven stand auf dem Programm. Einrichtungsleiterin Kerstin Bischoff führte durch die einzelnen Wohnbereiche des seit 1980 bestehenden Gebäudes. „Beim Besuch solcher Einrichtungen interessiert mich, wie die aktuelle Situation vor Ort aussieht und welche Probleme bestehen und ob diese auf bundespolitischer Ebene gelöst werden können.“, so Zierke.  Die Geschäftsführerin Kathleen Matyschiok, Kerstin Bischoff und Loorin Buchholz von der Tagespflege gaben daraufhin fachliche und praxisnahe Anregungen mit auf den Weg, wiesen z. B. auf Verbesserungsansätze im Pflegestärkungsgesetz hin. Auch Bewohner der Einrichtung berichteten dem Bundestagsabgeordneten, wo ihrer Ansicht nach Krankenkassen ihre Serviceleistungen noch verbessern können.  Um die Leistung von Pflegediensten und deren Wert für die Gesellschaft kennenzulernen sowie bestehende Vorurteile abzubauen, schlug Stefan Zierke vor, dass Schulträger und Kita-Einrichtungen Angebote zum Besuch von Seniorenzentren wie „Lea Grundig“ schaffen sollten. 

Geschäftsführer Detlef Viert sprach die vielfältigen Einsatzbereiche, in denen der DRK-Kreisverband Ostuckermark aufgestellt ist, an und kam u. a. auf den Fachkräftemangel und steigende Kosten für die Bewohner des „Pflegeheimes Kastanienallee“ zu sprechen. Einrichtungsleiterin Jacqueline Klemm und ihre Pflegedienstleiterin führten durch die Einrichtung.

Angekommen im Asklepios-Klinikum traf der Bundestagsabgeordnete zunächst auf Dr. Klinkmann, der ihm kurz berichtete, dass das Thema Hygiene in Krankenhäusern immer mehr an Bedeutung gewinnt.  Jährlich sterben in Deutschland mehr Menschen in Krankenhäusern an mangelnder Hygiene als bei Verkehrsunfällen.  Ein ausführliches Gespräch gab es mit  Prof. Dr. Rüdiger Heicappell, dem Chefarzt der Urologie und 1. Direktor des Hauses.  Stefan Zierke erfuhr, dass Kliniken zunehmend die ambulante medizinische Versorgung unterstützen müssen, bedingt durch den Mangel an Ärzten in ländlichen Räumen. Stefan Zierke ergänzte, dass mit dem quantitativen Anstieg älterer Menschen und damit verbunden dem höheren Bedarf an ärztlicher Versorgung auch über neue Konzepte nachzudenken sei. Herr Heicappell ist vertraut mit Gesundheitssystemen im Ausland und zog interessante Vergleiche zum deutschen Gesundheitssystem.

Sommertour Tag 8 - Landwirtschaft

Rund um das Thema Landwirtschaft ging es am achten Tag der Sommertour. In der Umgebung von Angermünde besuchte Stefan Zierke verschiedene Landwirte – zunächst Gunnar Hemme in Schmargendorf, Ludolf von Maltzan in Brodowin sowie Jens Kath in Steinhöfel. Begleitet wurde die Sommertour an diesem Tag erneut von dem Landtagskandidaten Uwe Schmidt.

Etwa 3 Kilometer westlich von Angermünde liegt der Hof von Landwirt Gunnar Hemme, der den uckermärkischen Bundestagsabgeordneten in seinem Hofladen willkommen hieß und von seinen jüngeren Investitionen, wie die neuen Tanks oder die Butterabfüllmaschine berichtete. Besonders stolz ist er auf die Webcam, die vielen interessierten Kunden zeigt, ob die Kühe gerade auf der Weide sind und grasen. Für seine Internetpräsenz ist der Unternehmer auf den zügigen Ausbau des Breitbandnetzes angewiesen. Nach den Plänen der Landesregierung soll das Glasfasernetz bis Ende 2015 in Brandenburg fertiggestellt sein. Gunnar Hemme freute sich über die positive Resonanz seines diesjährigen Hoffestes - insgesamt 5.000 Gäste interessierten sich dafür, wo ihre regional erzeugten Milchprodukte herkommen.

In Barnim besuchte Stefan Zierke im Anschluss Ludolf von Maltzan. Er ist einer von zwei Geschäftsführern der Ökodorf Brodowin GmbH & Co. Vertriebs KG. Der aus Südafrika zurückgekehrte Mecklenburger ließ sich vor acht Jahren in Brodowin nieder und übernahm eine Firma, die ursprünglich als Genossenschaft von Einwohnern Brodowins gegründet wurde und inzwischen einen Jahresumsatz von 12 Millionen Euro generiert. Produziert werden Milchprodukte, Obstsäfte und Pflanzenöle, die u. a an Berliner Wochenmärkte, 1.500 Haushalte in Berlin und den Lebensmittelhandel geliefert bzw. lokal verkauft werden. Hofladen und Gastronomie finden großen Zuspruch bei Einheimischen und Gästen. 100.000 Besucher zählt das Ökodorf pro Jahr und weiß daher auch um die Bedeutung einer ordentlichen ÖPNV-Anbindung. Der Bahnhalt Chorin sei extrem wichtig für die Erreichbarkeit des Hofes sowie des Klostercafés, das auch vom Ökodorf betrieben wird. Der Bundestagsabgeordnete sieht neue Chancen für den regionalen Tourismus durch die geplante Bahndirektverbindung nach Stettin und verwies auf die Bedeutung der Regionalisierungsgelder des Bundes. Diese werden gerade zwischen Bund und Ländern neu verhandelt. Flächenländern, wie Brandenburg muss es gelingen, den hohen gesellschaftlichen Wert des ländlichen Raums für urbane Räume deutlich zu machen.  

Trotz des zurückliegenden Großbrandes vom 29.06.2014 gab sich der Geschäftsführer optimistisch, sprach über die weitere Entwicklung auf dem Hof und über neue Vertriebsmöglichkeiten. 

Zuletzt ging es an diesem achten Tag der Sommertour an einen Standort, an dem seit mehr als 200 Jahren Schafzucht betrieben wird. Jens Kath ist einer von acht Schäfern in der Uckermark und übt diesen Beruf bereits in sechster Generation aus. Stefan Zierke und Uwe Schmidt lernten u. a, dass die Schäfer nach Lösungen im Umgang mit den Wölfen suchen und im Zuge dessen gezwungen sind, bspw. ihre Weidezäune sicherer zu machen.

Sommertour Tag 7 - Wirtschaft und Energie mit Hubertus Heil

Prominente Unterstützung hatte Stefan Zierke am siebten Tag seiner Sommertour. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil, besuchte der uckermärkische Bundestagsabgeordnete Unternehmen im Gewerbegebiet Ost in Prenzlau, Enertrag in Dauerthal sowie die Papierfabrik LEIPA in Schwedt. Ein Infostand in Schwedt zu den Themen Mindestlohn und Rente mit 63 rundete den Tag ab.

Im Prenzlauer Gewerbegebiet Ost begrüßten Stefan Zierke und Landtagskandidat Uwe Schmidt den Wirtschafts- und Energieexperten Hubertus Heil zunächst zu einem Unternehmensrundgang. Besichtigt wurden unter anderem die Firma von Roll hydro sowie die Boryszew Oberflächentechnik GmbH. Im Gespräch mit verschiedenen Unternehmensvertretern aus der Region wurde deutlich, dass die uckermärkischen Dienstleister und Industriellen den Strukturwandel der letzten 20 Jahre beachtlich gemeistert haben und aus eigener Kraft Wirtschaftswachstum in der Region generiert und etabliert haben.

Kritisch wurde vor allem über die Folgen des demografischen Wandels mit dem Fachkräftemangel diskutiert.  Hubertus Heil würdigte die Initiativen des Wirtschaftsforums Prenzlau zur frühen Berufsorientierung. Der Ausbildungsplatzverbund, die Kooperation mit einer Berliner Fachhochschule sowie der Tag der Berufe seien wichtige Instrumente, um die Interessen der Kinder und Jugendlichen schon frühzeitig in Richtung Ingenieurwesen zu wecken. Die Industrie in Deutschland liefere mit 22% Wertschöpfung einen beachtlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Daher müsse man besonderes Augenmerk auf die Qualität der schulischen Bildung legen und Fachkräfte in der Region halten. Die Weiterqualifizierung nach der Berufsausbildung sowie die Perspektive einen erfolgreichen Karriereweg zu bestreiten, seien hierbei enorme Standortvorteile.

In Dauerthal sprachen Hubertus Heil, Uwe Schmidt und Stefan Zierke unter anderem mit Enertrags Vorstandsvorsitzenden Jörg Müller.
Hubertus Heil betonte im Gespräch, dass sowohl Bundespolitiker Zierke als auch Landtagskandidat Schmidt die energiepolitischen Ziele und Projekte Enertrags kompetent unterstützen. Konkret geht es zum einen um die Länderöffnungsklausel und zum anderen um die technologieoffene Unterstützung des Modellprojekts „power to gas“, wobei Windenergie zu Wasserstoff umgewandelt wird und somit als flexibler Energielieferant dient.

Zierke unterstrich die Bedeutung des Wasserstoffs als zukünftigen Energieträger auch im Bereich der Mobilität: „In meinen Augen sind wir zu sehr auf Elektromobilität mit Brennstoffzellen fokussiert, wobei der gewonnen Wasserstoff aus der Windenergie ebenso enormes Potential für industrielles Brenngas, für Wärme in privaten Haushalten oder eben auch für verkehrlichen Treibstoff bietet“.

Hubertus Heil nahm die Anregung auf, technologieoffene Anreize für die Industrie im Blick zu halten, um somit das Modellprojekt aus der Uckermark zu fördern.

Landtagskandidat Uwe Schmidt kritisierte indes die Forderungen einiger Landespolitiker die Länderöffnungsklausel zu ziehen. „Ich unterstütze die bisherigen Planungen der regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim und werde mich dafür einsetzen, dass diese auch so umgesetzt werden. Eine Abstandsregelung von 1500 Metern würde der Uckermark wirtschaftlich schaden. Wir müssen die positive Entwicklung der Region und ihre Standortvorteile in Sachen Energiepolitik ausbauen und nicht ausbremsen“.

In Schwedt begleitete Landtagskandidat Mike Bischoff die Bundespolitiker. Gemeinsam besuchten sie die Papierfabrik LEIPA in Schwedt/Oder und sprachen mit dem Geschäftsführer Peter Probst. Auch in Schwedt gibt es in den nächsten 20 Jahren einen voraussichtlichen Mangel von 400 Fachkräften und Mitarbeitern. Darüber hinaus plädierte der Geschäftsführer für den Ausbau der infrastrukturellen Verkehrswege im Bereich Wasser, Schiene und Straße.

Auf dem Platz der Befreiung sprachen die Landes- und Bundespolitiker dann mit Bürgerinnen und Bürgern über die Rente mit 63 sowie über den Mindestlohn. Stefan Zierke und Hubertus Heil unterstützen damit tatkräftig den Landtagswahlkampf von Mike Bischoff und verteilten Blumen sowie Informationsmaterialien zur Landtagswahl.

Sommertour Tag 6 - Ordnung und Sicherheit bei der Integrierten Regionalleitstelle NordOst in Eberswalde

Am sechsten Tag seiner Sommertour besuchte Stefan Zierke eine der insgesamt fünf Leitstellen im Land Brandenburg. Von Eberswalde aus werden alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark koordiniert.

Die Integrierte Regionalleitstelle Nord Ost in Eberswalde, die 2009 eröffnet wurde, ist mit 36 Mitarbeitern und circa 93.000 Einsätzen im Jahr eines der zentralen Knotenpunkte des gesamten Landes. Die Mitarbeiter nehmen im Schichtdienst circa 650-700 Anrufe pro Tag entgegen. Die Leitstelle deckt ein Gebiet von circa 500.000 Einwohnern ab. Die Leitstelle ist die einzige in Brandenburg, deren Arbeit offiziell zertifiziert ist.

Sven Kobelt nahm sich ausgiebig Zeit, um Stefan Zierke die Arbeit seines Teams anschaulich zu erklären. Auffällig seien hierbei die Steigerungsraten in den Rettungseinsätzen allgemein, was zum einen auf den demographischen Wandel, zum anderen aber auch auf gesteigerte Ansprüche der Anrufenden zurückzuführen ist. Auch der Mangel an Hausärzten im ländlichen Raum sei deutlich spürbar.

Zum Ende des Besuchs durfte Stefan Zierke noch einen Blick in das Herz der Leitstelle, nämlich der Zentrale werfen, wo die Anrufe eingehen. Modernste Technik erleichtert den Mitarbeitern Ihre Arbeit. 90% der eingehenden Anrufe werden innerhalb der ersten fünf Sekunden angenommen, erläuterte Sven Kobelt. Alle Angestellten verfügen zumeist über eine rettungssanitäre Ausbildung und werden zusätzlich psychologisch weitergebildet. Im Gegensatz zu früher werden heute nicht nur Anrufe und Daten entgegengenommen, sondern in den meisten Fällen auch bereits am Telefon Anleitungen zur Ersten Hilfe und praktische Hinweise für die Betroffenen gegeben. Hier merkte Stefan Zierke an, dass man den Vorstoß der Leitstelle, den psychologischen Aspekt und in besonders schlimmen Fällen auch eine Art Nachsorge für Mitarbeiter einzurichten, unbedingt unterstützen müsse.

Im Anschluss diskutierten die Mitarbeiter noch mit den Abgeordneten über die Herausforderungen der Branche wie zum Beispiel der anstehenden Umstellung von Analog- auf Digitalfunk.

 
 
 

Sommertour Tag 5 - Handwerk und Industrie in Eberswalde und Britz

Am fünften Tag der Sommertour ging es für Stefan Zierke nach Eberswalde. Hier besuchte er die Kreishandwerkerschaft Barnim und die Eberswalder Wurst GmbH in Britz.

Wie auch gestern in der Uckermark, kritisierten die Handwerker im Landkreis Barnim, dass die Initiative der EU-Kommission zu den Berufszugangsvoraussetzungen die Qualifikationsanforderungen des bewährten deutschen Meisterbriefes verwässern könnte.

Die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Barnim, Frau Rehfeldt, informierte über den Fachkräftemangel, der insbesondere die Innungen Elektrik und Heizung/Sanitär betrifft. Die Anerkennung von Teilqualifikationen oder berufsbegleitende und fair vergütete Zweitausbildungen könnten Ansätze darstellen, dem Mangel entgegenzuwirken. Außerdem war zu erfahren, dass mit dem Erreichen des Renteneintrittsalters in den nächsten 5 Jahren 2.500 Betriebe im Handwerkskammerbezirk Frankfurt/Oder ohne Unternehmensnachfolge dastehen. Zum Thema Mindestlohn stellte Stefan Zierke klar, dass auch Hilfskräfte Anspruch auf 8,50 Euro pro Stunde hätten. Um gleichzeitig der höheren beruflichen Qualifikation von Fachkräften gerecht zu werden, müssten Unternehmer aber höhere Löhne zahlen.

Vor den Toren der Stadt Eberswalde ist ein Traditionsunternehmen ansässig, dass seit 37 Jahren am Standort Britz produziert – die Eberswalder Wurst GmbH. Die beiden Geschäftsführer Herr Dr.-Ing. Krone und Herr Kühn führten Stefan Zierke durch die großen Hallen, erläuterten Produktionsabläufe und gaben Einblicke in die bewegte Firmengeschichte.

Besonders erfreulich ist es, dass das mittelständische Unternehmen von dem Trend profitiert, dass mehr und mehr Produkte aus der Region nachgefragt werden. Die Vermarktung regionaler Produkten aus der Uckermark und den Barnim ist auch weiterhin eine enorme Chance, um noch mehr Wirtschafts- und Kaufkraft in unserer Region zu etablieren.

Bei der Kühlung großer umbauter Flächen wird besonders viel Energie verbraucht, weshalb auch Maßnahmen zur Energieeinsparung geplant sind. 

 
 

Sommertour Tag 4 - Handwerk und Industrie in Prenzlau

Der vierte Tag der Sommertour widmete sich der Berufsbranche Industrie und Handwerk. In Prenzlau besuchte Stefan Zierke gemeinsam mit dem Direktkandidaten zur Landtagswahl Uwe Schmidt die Möbelwerke Prenzlau GmbH, die Kreishandwerkerschaft Uckermark sowie die Bäckerei Them.

Das mittelständische Unternehmen der Möbelwerke Prenzlau GmbH besteht seit 1991und beschäftigt aktuell 33 Mitarbeiter. Am Standort Prenzlau werden Büro- sowie maßgefertigte Spezialmöbel produziert und deutschlandweit ausgeliefert. Geschäftsführer Uwe Woltersdorf wies darauf hin, dass das öffentliche Ausschreibungsverfahren oft kompliziert sei, die Angebotserstellung viel Zeit in Anspruch nehme und nicht immer mit einer Beauftragung verbunden sei.

Bei der Kreishandwerkerschaft Uckermark wurden Uwe Schmidt und Stefan Zierke vom Geschäftsführer Rüdiger Fink und von Kreishandwerksmeister Siegfried Schön empfangen. Auch hier wurden die Verfahren der öffentlichen Ausschreibungen diskutiert. Wichtig sei es, dass qualitativ hochwertige Produktionen und die damit verbundenen Aufträge auch entsprechend fair entlohnt werden. Verschiedene Lösungsansätze wie die Ausschreibung von kleineren Losen oder die frühzeitige Einbindung der Kommunalpolitiker in Ausschreibungsverfahren könnten dazu führen, die bestehende Situation zugunsten der lokalen Handwerkerschaft zu verbessern.

Beim Fachkräftemangel war man sich einig, dass auch Schüler ohne Berufsabschlüsse nicht zurückgelassen werden dürfen und schulische Bildung möglichst frühzeitig mit Berufsausbildung zusammengeführt werden sollte. So könnten Schüler einen Schultag pro Woche in einem Betrieb verbringen, um das Gelernte praktisch anzuwenden und somit herausfinden, ob verschiedene Berufszweige künftige Jobalternativen sind. Mit Blick auf den Koalitionsvertrag bekennt sich die Bundesregierung weiterhin klar zum Meisterbrief.

Der Wahlkreistag endet mit dem gemeinsamen Besuch eines lokal ansässigen Handwerksbetriebes – der Bäckerei Them. Der Familienbetrieb besteht seit über 50 Jahren in Prenzlau und wird in der zweiten Generation von Detlef Them und seiner Frau geführt. Auch hier wurde kritisch über die Personalsituation im Betrieb diskutiert. Die Bäckerei würde gerne mehr Personal einstellen, findet aber nur schwierig motivierte Mitarbeiter. Aus Sicht des Familienbetriebes ist es daher sinnvoll, bei Nichtantritt von vermittelten Stellen Sozialleistungen zu kürzen. Zur Verbesserung dieser Situation sieht Stefan Zierke eine Chance darin, auch den zweiten Berufsausbildungsweg staatlich zu fördern und somit erwerbslosen Menschen zu ermöglichen, im Handwerk Fuß zu fassen. 

 
 
 

Sommertour Tag 3 - Kunst und Kultur in Templin und Lychen

Den dritten Tag seiner Sommertour verbrachte Stefan Zierke in der Westuckermark. Hierbei standen mehrere kulturelle Einrichtungen auf dem Programm des Bundestagsabgeordneten: In Templin wurde das Stadtmuseum und das künftige Jugendhaus besucht, in Tangersdorf der talenteCAMPus und in Lychen das Kino, die Johanniskirche und die Mehlmühle.

Im Museum für Stadtgeschichte Templin führte die Museumsleiterin Frau Hertrich durch die Sonderausstellung „Vergraben & Gefunden“. 541 Münzen, darunter 4 Goldmünzen sind als Teil eines Münzschatzes zu sehen, der zu Zeiten des 30-jährigen Krieges in Templin vergraben und im Jahre 1997 gefunden wurde. Stefan Zierke regte an, die bestehende Kooperation mit anderen Museen in der Uckermark weiter auszubauen und somit die bestehende Attraktivität für Gäste und Einheimische noch weiter zu verbessern.

Auf Hochtouren läuft derzeit die Sanierung des künftigen Kunst- und Jugendhauses in Templin. Bei der Begehung der Baustelle konnten bereits die Räumlichkeiten besichtigt werden, die dann gemeinsam ab September von Kunstverein Templin e.V. und Jugendhaus Villa genutzt werden.

In Tangersdorf traf Stefan Zierke auf 14 Kinder und Jugendliche, die an einem außer schulischen Bildungsprojekt teilnehmen, das aus dem Bundesprogramm des BMBF "Kultur macht stark" gefördert wird. Vier Dozenten stellen in einer Woche ein Theaterstück auf die Beine und vermitteln ihren Schützlingen so sprachliche und interkulturelle Kompetenzen. Außerdem eigenen sich die Kinder und Jugendlichen Polnischkenntnisse an und werden für die Teilnehmer am Upcycling sensibilisieren.

In Lychen führte Bürgermeister Klemckow die Gäste zur Johanniskirche. Die Sanierungsarbeiten dieser größten Feldsteinkirche wurden nach mehreren Bauabschnitten vor kurzem abgeschlossen. Anschließend ging es zum Kino, das die Stadt unterhält und das trotz Modernisierung rückläufige Besucherzahlen verzeichnet. Derzeit werden Finanzierungsmöglichkeiten für eine Digitalisierung gesucht.

Zum Abschluss des dritten Tages der Sommertour besuchte Stefan Zierke die alte Mehlmühle in Trägerschaft des Vereins „Wasser auf die Mühle“. Bei der Besichtigung der alten Gemäuer wurde das bisherige Engagement der Vereinsmitglieder um Carla Kniestedt und Marcus Thum deutlich. Man hat gemeinsam viel erreicht und hat noch viel vor – das Gebäude soll künftig multifunktional genutzt werden und u. a. eine Kanuhebeanlage, Kinderbetreuung, Café und Indoorspielplatz beherbergen.

Sommertour Tag 2 - Erneuerbare Energien für die Uckermark und den Barnim

Am zweiten Tag seiner Sommertour besuchte Stefan Zierke die Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim, die Barnimer Energiegesellschaft sowie das Zentrum für Erneuerbare Energien Hermann Scheer in Eberswalde.

Die Regionale Planungsgemeinschaft hat als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Pflichtaufgabe einen Regionalplan aufzustellen, fortzuschreiben, zu ändern und zu ergänzen.

Einer der Hauptaufgaben ist hierbei die Aufstellung von Windeignungsgebieten. In diesem Zusammenhang verdeutlichte die Planungsstelle die negativen Auswirkungen bei der Einführung der Länderöffnungsklausel in Brandenburg. Würde Brandenburg Mindestabstände von 1500 Metern festschreiben, wären 87,6% der aufgestellten Windeignungsgebiete hinfällig und die Arbeit von zehn Jahren würde von Neuem beginnen. Stefan Zierke schätzt die Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung von Windeignungsgebieten der Planungsgemeinschaft sehr und unterstützt dieses Vorgehen. Denn nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und mit den daraus resultierenden Konsenslösungen kann man Akzeptanz erreichen. 

Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Region Uckermark-Barnim noch enormes Potenzial hat, um mehr Energie einzusparen und die Energiewende voranzutreiben. Mit dem Standortvorteil und als Vorreiter bei Hybridkraftwerken müsse man in der Uckermark und im Barnim mehr Wertschöpfung generieren, sodass auch die Kommunen profitieren. Daneben gilt es mit einem breit angelegten Technologienmix die Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie Beschäftigung und Wirtschaftlichkeit in der Region auszubauen. Hierfür brauche man mehr Akzeptanz sowie ein positives Image, um die Landkreise als Innovationsführer im Bereich der Erneuerbaren Energien zu etablieren.

Die Barnimer Energiegesellschaft stellte dem Bundestagsabgeordneten ihre aktuellen Projekte sowie das Zentrum für Erneuerbare Energien Hermann Scheer vor. Beide Einrichtungen beraten, begleiten und setzen alle Maßnahmen zur nachhaltigen Realisierung der Nullemissionsstrategie des Landkreises Barnim und seiner Gemeinden um. Hierbei ist es das langfristige Ziel, die komplette Energieversorgung des Landkreises durch erneuerbare Energien abzudecken.

Im Zentrum für Erneuerbare Energien zeigen künftig marktführende Anbieter und deren Partner auf einer Fläche von 720m² technisch innovative Anlagen und Geräte zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien. Hier werden spezielle Funktionsweisen von Anlagen und Geräten zur Nutzung von Holzenergie, Solarenergie, Erdwärme und andere Möglichkeiten der Energieerzeugung, Energieeinsparung und Energieeffizienz vorgestellt. Das deutsch-polnische Gemeinschaftsprojekt ist mit seinen multimedialen und zielgruppenspezifischen Angeboten sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene ein spannender und informativer Anziehungspunkt für die gesamte Region.

Stefan Zierke hierzu: „Die Uckermark und der Barnim sind bei der Entwicklung und beim Einsatz der Erneuerbaren Energien längst auf den vorderen Plätzen in Deutschland. Wir müssen nun dafür sorgen, dass diese positive Entwicklung nicht durch Einzelinteressen ausgebremst wird und die langjährige Arbeit der Regionalen Planungsgemeinschaft ad absurdum geführt wird. Im zweiten Schritt gilt es dann noch mehr Unternehmen in die Region zu holen und gemeinsam mit ihnen die Energiewende als Treiber für die regionale Wertschöpfung zu realisieren“. 

 

Sommertour Tag 1 - Praktikum als Schleusenwärter

Am ersten Tag der Sommertour arbeitete Stefan Zierke als Schleusenwärter-Praktikant an der Ruhlsdorfer Schleuse. Bei jährlich 15.000 Fahrzeugen, die die 1,70 Höhenmeter überbrücken, hatte auch der Bundestagsabgeordnete an diesem Tag gut zu tun.

Zu Beginn des Tages standen zunächst Pflegearbeiten auf dem Schleusengrundstück an. Bei Rasenmäharbeiten stellte Zierke seine Qualitäten in der Garten- und Landschaftspflege unter Beweis.

Als dann die ersten Boote an die Schleuse kamen, galt es die Tore und Kammern mit eifrigem Kurbeln zu öffnen und schließen.

„Was von außen so einfach aussieht, gestaltet sich in der Praxis doch relativ anspruchsvoll“, so Zierke. „Mein Respekt gilt daher der Mitarbeiterin hier vor Ort, die den ganzen Betrieb im Sommer alleine bewältigt. Nicht nur das Schleusen, sondern auch die gesamte Anlage in Schuss zu halten sowie die technischen und organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, ist insgesamt eine große Aufgabe.“

Daneben sprach sich Zierke weiterhin für den Erhalt des Finowkanals aus. Es müsse geprüft werden, inwiefern es alternative Betreibermodelle geben kann, die den Finowkanal auch in Zukunft bewirtschaften. „Mir ist wichtig, dass die so genannten ‚sonstigen Wasserstraßen‘ als touristische Wasserstraßen betrachtet werden und ihre Potentiale für die Region ausgenutzt werden. Mit den Seen und Gewässern haben wir hier im Barnim und in der Uckermark die besten Voraussetzungen den Tourismus noch stärker zu etablieren und vor allem davon zu profitieren. Hierzu zählt natürlich auch der Finowknal. Dafür muss dann aber auch die notwendige Infrastruktur für die Besucher zur Verfügung gestellt werden.“

Der Bund hat dem Finowkanal und vier weiteren Schleusen in Deutschland eine Erhaltungsinvestition mit Kofinanzierung zugesagt, sofern Länder, Kommunen oder Dritte die Wasserstraße übernehmen. 

Die Berichterstattung der MOZ finden Sie zum Nachlesen unter folgendem Link:

www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/1/1311060/

 

Sommertour durch die Uckermark und den Barnim

Die erste Sommertour des uckermärkischen Bundestagsabgeordneten Stefan Zierke findet vom 13. August bis zum 02. September 2014 statt. In dieser Zeit besucht Stefan Zierke verschiedene regionale Organisationen wie Unternehmen, Vereine und andere gesellschaftliche Institutionen im Barnim und in der Uckermark.

„Die parlamentarische Sommerpause möchte ich unbedingt nutzen, um die Menschen in den verschiedenen Einrichtungen in meiner Region noch besser kennenzulernen. Der Barnim und die Uckermark sind so vielseitig, dass ich diese drei Wochen voll ausnutzen möchte, um vor Ort so viele Themen und individuelle Herausforderungen wie möglich in Erfahrung zu bringen“, so Zierke. 

Die Besonderheit der Wahlkreistour bilden die Thementage. So widmet sich der Abgeordnete beispielsweise an einem Tag mit den Besuchen der Prenzlauer Möbelwerke, der Kreishandwerkerschaft Uckermark und der Besichtigung eines Handwerksbetriebes den Herausforderungen unserer regionalen Industrie und des Handwerks. Daneben stehen Thementage zu Gesundheit, Kultur und Tourismus oder auch zu Ordnung und Sicherheit an.

Weitere Höhepunkte bilden die Besuche der Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil am 25.08.2014 und Fritz Felgentreu am 02.09.2014 sowie die Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ mit dem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am 01.09.2014 in Schwedt/Oder zum Thema deutsch-polnische Beziehungen.

Zum Auftakt der Sommertour wird Stefan Zierke einen Arbeitstag als Schleusenwärter-Praktikant an der Schleuse Ruhlsdorf absolvieren. Einerseits möchte Stefan Zierke dadurch mit Schleusern, Bootstouristen und anderen interessierten Akteuren vor Ort ins Gespräch kommen, andererseits die öffentliche Debatte rund um den Finowkanal aufrechterhalten. Die Schleuse Ruhlsdorf wurde nicht zufällig ausgewählt. Als erste Schleuse am Finowkanal ist sie von besonderer Bedeutung, da sie das symbolische Eingangstor zum Finowkanal repräsentiert.

Sommertour in der Uckermark und im Barnim

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